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KERNREAKTOREN, KESSEL, MASCHINEN, APPARATE UND MECHANISCHE GERÄTE; TEILE DAVONKernreaktoren; Brennstoffelemente (Patronen), nicht bestrahlt, für Kernreaktoren; Maschinen und Apparate für die Isotopentrennung

Kernreaktoren; Brennstoffelemente (Patronen), nicht bestrahlt, für Kernreaktoren; Maschinen und Apparate für die Isotopentrennung, Maschinen und Apparate für die Isotopentrennung, und Teile davon

EU-Regelzollsatz
3.7%
MwSt.
19%
Zusatzzölle / Sanktionen
0 Regeln
Erforderliche Dokumente
47 Dok.
C067Y069Y949X060X061X062+41
Standardsatze
Gilt fürArtSatzBedingungenVerordnung
ERGA OMNESThird country duty3.7%R2261/98
Praferenzen
ERGA OMNES 0%AD 0%AL 0%BA 0%CA 0%CAMER 0%CARI 0%CH 0%CI 0%CL 0%CM 0%CO 0%DZ 0%EBA 0%EC 0%EEA 0%EG 0%EH 0%ESA 0%EUCA 0%FJ 0%FO 0%GB 0%GE 0%GH 0%GSP 0%GSP+ 0%IL 0%JO 0%JP 0%KE 0%KR 0%LB 0%LOMB 0%MA 0%MD 0%ME 0%MK 0%MX 0%NZ 0%PE 0%PG 0%PS 0%SADC EPA 0%SB 0%SG 0%SM 0%SWITZ 0%SY 0%TN 0%TR 0%UA 0%VN 0%WS 0%XC 0%XK 0%XL 0%XS 0%ZA 0%
Hinweise
TM5101. Customs duties shall be suspended in respect of goods intended for incorporation in the ships, boats or other vessels classified at the following CN codes 8901 10 10; 8901 20 10; 8901 30 10; 8901 90 10; 8902 00 10; 8903 91 10; 8903 92 10; 8904 00 10; 8904 00 91; 8905 10 10; 8905 90 10; 8906 10 00; 8906 90 10 for the purposes of their construction, repair, maintenance or conversion, and in respect of goods intended for fitting to or equipping such ships, boats or other vessels.2. Customs duties shall be suspended in respect of:(a) goods intended for incorporation in drilling or production platforms:(1) fixed, of subheading ex 8430 49, operating in or outside the territorial sea of Member States, or(2) floating or submersible, of subheading 8905 20, for the purposes of their construction, repair, maintenance or conversion, and in respect of goods intended for equipping the said platforms.(b) tubes, pipes, cables and their connection pieces, linking these drilling or production platforms to the mainland.
EU003According to The Special Provisions of Section II (A) (3) of the Preliminary Provisions of the Combined Nomenclature the suspension of customs duties for goods for certain categories of ships, boats and other vessels and for drilling or production platforms shall be subject to conditions laid down in the relevant provisions of the European Union with a view to customs control of the use of such goods.
CD303The relief from or reduction of customs duties shall be subject to the specific request expressed by the declarant in box 44 "Additional information/Documents produced/Certificates and authorisations", of the Single Administrative Document (SAD)
TM904Preferences granted under the agreement between the European Union and Morocco in force from 19 July 2019.As of 3 October 2025, products originating in Western Sahara subject to controls by the customs authorities of the Kingdom of Morocco shall benefit from trade preferences under the terms of the new Agreement in the form of exchange of letters between the EU and Morocco, The European Union and the Kingdom of Morocco have agreed to allow those products to be identified by reference to the region of origin to be included in the proof of origin and as provided for in Protocol 4.In view of the application of these measures, the origin certificates codes U179 and U180 must be declared.The country code to be entered in the origin declaration when these proofs of origin are used is “EH”.
CD727Eligibility to benefit from this preference is subject to the presentation of an origin declaration stating the European Union origin of the goods, in the context of the Canada-European Union Comprehensive Economic and Trade Agreement (CETA).
CD906The list of non-eligible locations and their postal codes is available at the following address: http://ec.europa.eu/taxation_customs/customs/technical-arrangement_postal-codes.pdf
CD500Eligibility to benefit from this preference is subject to the presentation of a proof of origin stating the community origin of the goods, in the context of the agreement between the European Union and the Swiss Confederation.

Anwendungsbereich der Unterposition 8401 20 – Isotopentrennung

Die Unterposition 8401 20 der Kombinierten Nomenklatur umfasst Maschinen und Apparate zum Trennen von Isotopen sowie Teile davon. Die Isotopentrennung ist ein physikalischer Prozess zur Abtrennung von Isotopen desselben Elements auf der Grundlage von Unterschieden in der Atommasse. Die wichtigsten Technologien sind die Gaszentrifugenanreicherung, die Gasdiffusion, die Lasertrennung (AVLIS, SILEX), die elektromagnetische Trennung (Calutron) und die aerodynamische Trennung. Die Unterposition umfasst sowohl komplette Urananreicherungsanlagen (Zentrifugenkaskaden) als auch einzelne Gaszentrifugen und deren Schlüsselkomponenten. Die Einreihung in die Unterposition 8401 20 setzt voraus, dass die Ausrüstung speziell für die Isotopentrennung bestimmt ist. Allzweckgeräte wie Standard-Laborzentrifugen werden unter anderen KN-Positionen eingereiht. Die Einreihung folgt den AV-Regeln 1 und 6 mit Verweis auf die Anmerkungen zu Kapitel 84. Isotopentrennmaschinen stellen Güter dar, die der höchsten Kontrollstufe im Rahmen des Nichtverbreitungsregimes unterliegen.

Ausfuhr- und Einfuhrkontrollen für Anreicherungsausrüstung

Isotopentrennmaschinen der Unterposition 8401 20 unterliegen den strengsten Handelskontrollen im Rahmen der Nichtverbreitungsregime. Die Verordnung (EU) 2021/821 über die Kontrolle der Ausfuhr von Gütern mit doppeltem Verwendungszweck reiht diese Ausrüstung in Kategorie 0 des Anhangs I ein und verlangt sowohl Ausfuhr- als auch Einfuhrgenehmigungen. Gaszentrifugen zur Urananreicherung sind unter Kontrollnummer 0B001 aufgeführt. Die Nuclear Suppliers Group (NSG) und das Zangger-Komitee erstellen internationale Kontrolllisten für diese Technologien. Der Euratom-Vertrag regelt den Handel mit nuklearen Materialien und Ausrüstungen innerhalb der EU. Die Einfuhr erfordert Genehmigungen sowohl der nationalen nuklearen Aufsichtsbehörde als auch der Ausfuhrkontrollbehörde. Die Dokumentation muss eine detaillierte technische Beschreibung, eine Endverwendungserklärung, ein Endverbraucherzertifikat und eine Bestätigung der Einhaltung der IAEO-Sicherungsmaßnahmen enthalten. EU-Sanktionen gegen Iran, Nordkorea und Russland verbieten oder beschränken den Handel mit Anreicherungstechnologien.

Zolltarifliche und handelsbezogene Aspekte der Unterposition 8401 20

Die MFN-Zollsätze für Isotopentrennmaschinen der Unterposition 8401 20 sind in der TARIC-Datenbank der Europäischen Kommission zu prüfen. In der Praxis wird der Handel hauptsächlich durch nichttarifäre Beschränkungen aus den Nichtverbreitungsvorschriften und nicht durch die Höhe der Zölle bestimmt. Der Handelsverkehr konzentriert sich auf Staaten mit entwickelter Kernindustrie, die an internationalen Kontrollregimen teilnehmen. Erzeugnisse des Kapitels 84 unterliegen nicht dem CBAM-Mechanismus. Die Einfuhr aus Ländern, die EU-Sanktionen unterliegen, ist verboten oder streng eingeschränkt. Resolutionen des UN-Sicherheitsrats verhängen zusätzliche Beschränkungen für den Handel mit Anreicherungstechnologien mit bestimmten Ländern. Alle Transaktionen mit Isotopentrennmaschinen erfordern volle Transparenz gegenüber den Kontrollbehörden und Einhaltung der NVV- und IAEO-Zusatzprotokoll-Verpflichtungen. Der Einführer sollte die nationale Ausfuhrkontrollbehörde vor Einleitung des Einfuhrverfahrens konsultieren.

Häufig gestellte Fragen

Welche Isotopentrennungstechnologien umfasst die Unterposition 8401 20?
Die Unterposition 8401 20 umfasst alle Isotopentrennungstechnologien: Gaszentrifugenanreicherung (Zentrifugenkaskaden), Gasdiffusion, Lasertrennung (AVLIS, MLIS, SILEX), elektromagnetische Trennung (Calutron), aerodynamische Verfahren sowie chemische und Ionenaustauschtrennung. Die Gaszentrifugentechnik ist das am häufigsten eingesetzte industrielle Verfahren. Die Unterposition umfasst sowohl komplette Anlagen als auch Schlüsselkomponenten, die speziell für die Isotopentrennung bestimmt sind.
Benötigen Gaszentrifugen zur Urananreicherung eine Dual-Use-Genehmigung?
Ja. Gaszentrifugen zur Urananreicherung sind unter Kontrollnummer 0B001 in Kategorie 0 des Anhangs I der Verordnung (EU) 2021/821 aufgeführt und erfordern eine Genehmigung für Ausfuhr und Einfuhr. Die Genehmigung wird von der nationalen Ausfuhrkontrollbehörde (in Deutschland: BAFA) nach eingehender Prüfung der Endverwendung, des Endverwenders und des Proliferationsrisikos erteilt. Das Verfahren umfasst die Überprüfung der Einhaltung der NVV-Verpflichtungen und der IAEO-Sicherungsmaßnahmen.
Welche EU-Sanktionen gelten für den Handel mit Anreicherungsausrüstung?
Die EU wendet restriktive Sanktionen an, die den Handel mit Anreicherungstechnologien mit bestimmten Ländern einschränken oder verbieten. Sanktionen gegen Iran (Verordnung (EU) Nr. 267/2012) verbieten den Transfer von Nukleartechnologien. Sanktionen gegen Nordkorea setzen Resolutionen des UN-Sicherheitsrats um, die jeglichen Nuklearhandel verbieten. Sanktionen gegen Russland beschränken die Zusammenarbeit im Nuklearsektor. Verstöße gegen Sanktionen stellen eine Straftat dar. Der Einführer muss den aktuellen Sanktionsstatus vor jeder Transaktion überprüfen.