8708 29TARIC-Untercode wählen
Teile und Zubehör für Kraftfahrzeuge der Positionen 8701 bis 8705, andere Teile und anderes Zubehör für Karosserien (einschließlich Fahrerhäuser), andere
Verfügbare TARIC-Untercodes: 4
8708 291011
Besondere vormontierte oder montagefertige Baugruppen für neue Autokrane
Zoll 0-3%MwSt. 19%
8708 291099
Andere
Zoll 0-3%MwSt. 19%
8708 299011
Besondere vormontierte oder montagefertige Baugruppen für neue Autokrane
Zoll 0-4,5%MwSt. 19%
8708 299099
Andere
Zoll 0-4,5%MwSt. 19%
Geltungsbereich KN-Code 870829 – Karosserieteile
Der KN-Code 870829 umfasst Teile und Zubehör von Karosserien für Kraftfahrzeuge, die nicht unter andere Unterpositionen der Position 8708 fallen. Dazu gehören Türen, Kofferraumdeckel, Motorhauben, Kotflügel, Schweller, Karosseriesäulen, Innenverkleidungen, Mittelkonsolen, Armaturenbretter, Sonnenblenden, Türgriffe, Türschlösser und Scharniere. Diese Einreihung ist sehr breit und umfasst sowohl strukturelle als auch dekorative Karosserieelemente. Die Einfuhr dieser Teile unterliegt den üblichen Zollverfahren, und die Zollsätze sind im TARIC- oder ISZTAR-System auf der Ebene des detaillierten Codes zu überprüfen. Karosserieteile mit Sicherheitsfunktion, wie Karosseriesäulen oder Türverstärkungen, müssen die Anforderungen an die Strukturfestigkeit gemäß den einschlägigen UNECE-Regelungen erfüllen.
Einfuhrverfahren für Karosserieteile KN 870829
Die Einfuhr von Karosserieteilen unter dem KN-Code 870829 erfordert eine korrekte Zollanmeldung mit genauer Warenbeschreibung. Aufgrund des breiten Produktspektrums unter diesem Code ist eine präzise Beschreibung entscheidend für die Bestimmung des richtigen Zollsatzes und etwaiger Einfuhrbeschränkungen. Der Zollwert umfasst den Kaufpreis, internationale Transportkosten und Versicherung. Metallische Karosserieteile unterliegen der Kontrolle hinsichtlich Werkstoffnormen, während Kunststoffteile die Anforderungen der Altfahrzeug-Richtlinie an die Recyclingfähigkeit erfüllen müssen. Importeure können Präferenzzollsätze im Rahmen von EU-Handelsabkommen nutzen. Karosserieteile, die in großen Mengen von OEM-Herstellern importiert werden, nutzen häufig das Verfahren der aktiven Veredelung. Für Aftermarket-Unternehmen ist die Überprüfung wichtig, ob eingeführte Teile keine Rechte des geistigen Eigentums des Originalherstellers verletzen.
Markt für Karosserieteile und Aftermarket-Segment
Der Markt für Kfz-Karosserieteile ist eines der größten Segmente der Automobilbranche. Der Import von Karosserieteilen aus Drittländern, insbesondere aus Asien, ist bedeutend und umfasst sowohl OEM-Teile, die im Auftrag von Fahrzeugherstellern produziert werden, als auch Aftermarket-Teile für Unfallreparaturen. Die Nachfrage nach Karosserieteilen wird durch die wachsende Fahrzeugzahl auf den Straßen und die zunehmende Häufigkeit von Kollisionen im Stadtverkehr angetrieben. Hersteller bieten zunehmend Teile aus Leichtbaumaterialien – Aluminium und Verbundwerkstoffe – an, was sich auf Preise und Verfügbarkeit im Aftermarket auswirkt. Die Digitalisierung der Automobilbranche erhöht die Nachfrage nach Teilen mit integrierter Elektronik, wie Türen mit schlüssellosen Zugangssystemen oder elektrisch betätigte Heckklappen. Das Aftermarket-Segment steht unter wachsendem Wettbewerbsdruck durch asiatische Hersteller.
Häufig gestellte Fragen
Welche Karosserieteile werden unter KN 870829 eingereiht?
Unter KN 870829 werden alle Karosserieteile für Kraftfahrzeuge eingereiht, die nicht unter andere, spezifischere Unterpositionen fallen – darunter Türen, Kofferraumdeckel, Motorhauben, Kotflügel, Schweller, Karosseriesäulen, Innenverkleidungen, Armaturenbretter, Konsolen, Türgriffe und Türschlösser. Es handelt sich um eine Auffangposition für ein breites Spektrum von Karosseriekomponenten. Stoßstangen (870810), Sicherheitsgurte (870821) und Verglasungen (870822) haben eigene Unterpositionen.
Benötigen Aftermarket-Karosserieteile eine Zertifizierung in der EU?
Karosserieteile mit Sicherheitsfunktion – wie Türverstärkungen, Karosseriesäulen oder Knautschzonenelemente – sollten die Fahrzeugsicherheitsnormen erfüllen. Eine E-Kennzeichnung ist jedoch nicht für alle Aftermarket-Karosserieteile erforderlich. Rein dekorative oder Verkleidungselemente benötigen keine gesonderte Typgenehmigung. Aftermarket-Teile sollten dennoch den Anforderungen der Richtlinie über die allgemeine Produktsicherheit entsprechen. Eine Überprüfung der Anforderungen für den jeweiligen Teiletyp wird empfohlen.
Wie vermeidet man Probleme mit geistigem Eigentum beim Import von Karosserieteilen?
Der Import von Karosserieteilen, die Kopien geschmacksmustergeschützter Originalteile sind, kann die Rechte des geistigen Eigentums des Fahrzeugherstellers verletzen. Importeure sollten prüfen, ob der Teilehersteller eine Produktionslizenz besitzt oder ob das Muster nicht geschützt ist. Ersatzteile, die unter die Reparaturklausel fallen, dürfen legal hergestellt und eingeführt werden, um das ursprüngliche Erscheinungsbild des Fahrzeugs wiederherzustellen. EU-Zollbehörden können Waren beschlagnahmen, die im Verdacht stehen, geistiges Eigentum zu verletzen.